Vor- und Nachteile des Remoten Arbeitens: Welche Herausforderungen gibt es?

Published on: 19 Nov 09:24



Remotes Arbeiten gewinnt immer mehr an Beliebtheit dank der zahlreichen Vorteile, die es zu bieten hat. Ortsunabhängig zu arbeiten bedeutet aber nicht nur, klischeehaft im Pyjama auf der Couch zu fläzen oder herumzureisen, während man gelegentlich seinen Laptop aufklappt, genüsslich seinen morgendlichen Kaffee trinkt und etwas arbeitet. Nein, eher das Gegenteil ist der Fall! Um Transparenz zu schaffen, sollen neben den Vorteilen auch einige Herausforderungen aufgezeigt werden, die einen manchmal etwas überraschen können:


unsplash-logoNicole Honeywill

Beginnen wir mit den positiven Aspekten des Remoten Arbeitens:

1. Zeitliche und örtliche Flexibilität: Größtenteils hast du die Freiheit, deine Arbeitszeiten für den Tag frei einzuteilen, ebenso wie deinen Arbeitsplatz zu wechseln, wann immer du möchtest. Du musst dir für Arzttermine nicht frei nehmen, sondern kannst eine kurze Unterbrechung einlegen und nach dem Termin weiter deiner Arbeit nachgehen. Du kannst montags im Café arbeiten, dienstags auf einer Terrasse, mittwochs zu Hause am Schreibtisch - ganz wie du möchtest. Weiter gedacht, besteht sogar die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten. Von so einer Wahlfreiheit kann nicht jeder sprechen.

2. Hoher Zufriedenheitsfaktor durch Work-Life-Balance: Durch die zeitliche sowie örtliche Flexibilität kann Privates und Berufliches besser vereinbart werden. Demnach gilt das Remote Arbeiten unter Berücksichtigung von Zeit- und Kostenersparnis als familienfreundlich und wird tendenziell immer mehr toleriert. Außerdem begünstigen die zeitliche und örtliche Unabhängigkeit, dass ein selbstbestimmtes Leben geführt werden kann und die Lebensqualität um einen wesentlichen Beitrag erhöht wird. Studien belegen, dass - verglichen mit Festangestellten in Unternehmen - das ortsunabhängige Arbeiten glücklicher und zufriedener macht. Subsumiert sind die Gründe unter Einhaltung bestimmter beruflicher Vorgaben vor allem die Freiheit, Flexibilität und Selbstbestimmung.

3. Höhere Produktivität: Im Gegensatz zur Büroarbeit kann die Leistung eines Arbeitnehmers nicht an den geleisteten Stunden im Büro kontrolliert werden, sondern ausschließlich an den gelieferten Ergebnissen. Dadurch arbeitet man auch nur dann, wenn die Produktivität am höchsten ist, alles andere wäre Zeitverschwendung. Wenn man also gerade unproduktiv ist, kann eine Pause eingelegt und später weitergearbeitet werden. Generell ist es wichtig, regelmäßige Pausen zu machen, die gerne mal vergessen werden können, wenn sie nicht explizit vorgeschrieben sind.


Werfen wir nun einen Blick auf die andere Seite des Remoten Arbeitens - die Herausforderungen:

1. Permanente Erreichbarkeit: Bei dem einen könnte sich der Eindruck erwecken, dass Abschalten unmöglich ist, da man immer erreichbar sein muss und kein richtiger Feierabend in Sicht ist. Zwar wurde oben bereits erwähnt, dass man Berufliches und Privates vereinen kann, gleichzeitig könnte dieses Argument beeinträchtigt werden, weil durch permanente Erreichbarkeit ein Störenfried im Hintergrund lauern kann. Darum ist es ratsam, vor jeder Arbeitswoche Arbeitszeiten festzusetzen und diese konsequent einzuhalten.

2. Interne Organisation und Kommunikation: Anders als im Büro findet die Kommunikation hauptsächlich online statt. Die Absprachen mit den Kollegen oder dem Auftraggeber kann daher bspw. durch individuelle Arbeitszeiten oder sogar Zeitzonen erschwert werden. Teilweise kann es vorkommen, dass man seine Kollegen - sofern man welche hat - noch nie persönlich getroffen hat. Es gibt demnach kein physisches Beisammensein und kein Teambuilding durch die Internetkommunikation, wie man es oftmals aus dem Office kennt. Das könnte zu Einsamkeit führen, kann aber durch gute Kommunikation vermieden werden. Wie heißt es so schön? Kommunikation ist das A und O.

3. Internetverbindung: Örtlich ist man zwar freigestellt, dennoch muss sichergestellt werden, dass - wohin man auch geht - immer gutes Internet verfügbar ist! Als remote arbeitender Freelancer bildet das Internet die Grundlage für effizientes Arbeiten, Team-Calls und mehr. Zwar sollte man in der heutigen Zeit meinen, dass dies das kleinste Problem darstellen sollte. Erstaunlicherweise überrascht es uns manchmal selbst, dass das Internet in manchen Teilen der Welt doch nicht ganz den Erwartungen entspricht! Als Lösung bietet sich daher ein Internetstick oder Hotspot am Handy an.


Fazit:

Pro = Contra und Contra = Pro. Du musst selbst bestimmen,

Kleiner Tipp am Rande:

Auch wenn du von zu Hause aus arbeiten kannst und es verlockend klingt, sich im Pyjama an den PC zu setzen und zwischendurch zum Kühlschrank zu laufen … lass dich nicht ablenken und stelle deinen Körper besser auf die Arbeit ein, indem du so tust, als würdest du zu deinem Arbeitsplatz gehen. Das heißt also: frisch machen, umziehen, raus aus dem Haus und rein in einen Coworking-Space, Bibliothek, Cafeteria, oder dergleichen! So hast du beim Nachhausekommen deinen Feierabend und möglicherweise lernst du an deinem ausgewählten Arbeitsplatz noch ein paar Gleichgesinnte kennen.