Gesunde Ernährung auf Reisen

Published on: 03 Apr 15:53

Wir kennen das alle. Wir sind unterwegs, hatten keine Zeit uns etwas zu essen einzupacken und bekommen auf dem Weg zu unserem Ziel Hunger. Was bekommt man schnell und günstig und überall zu kaufen? Richtig, Fast Food. Hier ein Bäcker, dort eine Dönerbude, noch ein McDonald’s an der Ecke, etc. Auch in anderen Ländern sieht das nicht viel anders aus. Auf den Philippinen gegrilltes Fleisch, in Mexiko Tacos und Maiskolben mit Mayonnaise, in Sri Lanka gefüllte Teigtaschen, usw. Es gibt natürlich auch Länder wie Indonesien, die Reis und gekochtes Gemüse auf der Straße anbieten, aber das ist nicht die Regel. Wenn man nun also als Digitaler Nomade alle paar Tage umherzieht und in Hostels wohnt, deren Küchenausstattung eher spärlich ist? Wie soll man dann eine gesunde Ernährung, die ja vielen Digitalen Nomaden wichtig ist, einhalten und bestenfalls noch regelmäßig Sport treiben?



Rustic Vegan

1. Länger an einem Ort verweilen

Auch wenn es verlockend klingt, umherzureisen und täglich etwas Neues zu erleben – es ist auch ziemlich anstrengend. Außerdem kann so keine Routine aufgebaut werden und produktiv arbeiten kann man auch nicht. Hinzu kommt, dass man so kaum tiefe Beziehungen zu anderen Menschen aufbaut, da man nie länger an einem Ort bleibt. Daher ist es meist sinnvoller, ein paar Monate (zumindest ein paar Wochen) an einem einzigen Ort zu bleiben, in einem Hostel oder einer Airbnb-Wohnung mit gut ausgestatteter Küche zu leben und auf dem lokalen Markt einzukaufen. Dort findet man meistens regionales Gemüse, Obst, frischen Fisch und andere Köstlichkeiten zu lokalen Preisen. Man kann sich einen Alltag schaffen, kann auch regelmäßig Sport treiben (viele Digitale Nomaden surfen oder tauchen und machen Yoga, außerdem gibt es fast überall auf der Welt Fitnessstudios; joggen kann man sowieso überall) und längerfristige Freundschaften aufbauen. Die meisten Digitalen Nomaden bevorzugen diese Art des Reisens und unterscheiden sich dadurch von Backpackern, die alle paar Tage von Hostel zu Hostel hüpfen.

2. Gesunde Snacks einpacken

Vor einer langen Reise ist es immer besser, sich etwas zu Essen zu machen, um sich nicht an irgendeiner Tankstelle oder Raststätte mit Fast Food und ungesunden Snacks einzudecken. Kalte Gerichte, Obst, belegte Brote oder rohes Gemüse eignen sich hierfür sehr gut. Salate sollte man sich nur dann mitnehmen, wenn das Dressing selbstgemacht ist. In vielen Fertigdressings verstecken sich Unmengen an Kalorien, die aus einem kleinen Salat eine große Mahlzeit machen. Als gesundes Dressing eignet sich Salatöl (Olivenöl,Kürbiskernöl, Erdnussöl, etc.) mit etwas Essig oder Limettensaft. Damit der Salat auch länger satt macht, können Käsewürfel (bspw. Mozzarella oder Feta), Nüsse, Thunfisch und andere gesunde Fette (bspw. Avocados) und Eiweiß (gekochte Eier, Lachs) hinzugefügt werden. Häufig wird angenommen, dass Fette dick machen, dabei kommt es immer auf die Fette an. Solange es sich um gesunde Fette (also ungesättigte Fettsäuren) handelt, ist es kein Problem, hier zuzuschlagen.

3. Kohlenhydrate vermeiden

Anstatt auf gesunde Fette zu verzichten, die wie Eiweiß gute Sattmacher sind, sollten eher bei Kohlenhydraten Abstriche gemacht werden. Doch manchmal entscheidet man spontan, eine Reise zu unternehmen oder man ist länger unterwegs als geplant (zum Beispiel, wenn der Bus auf den Philippinen alle 10 Minuten stehenbleibt oder die Karosserie des Vans in Mexiko auseinanderfällt). Wenn man also mal keine Zeit hat, sich vorher um gesunden Proviant zu kümmern, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als entweder nichts zu essen (schadet ja auch nicht, mal eine Pause einzulegen. Angeblich ist es sogar gesund, täglich 16h nichts zu sich zu nehmen. Das nennt sich dann „Intervallfasten“, wobei man glücklicherweise auch die Schlafenszeit dazuzählen kann) oder unterwegs etwas zu kaufen, wo man dann häufig nicht um Kohlenhydrate herumkommt. Damit man aber dennoch möglichst gesund isst, gibt es ein paar Möglichkeiten:

4. "Mealprep"(aration)

„Essensvorbereitung“. Klingt auf Deutsch nicht ganz so toll, bedeutet aber nichts anderes, als dass man sich große Mengen an Essen vorkocht und dann einfriert, um nicht jedes Mal neu kochen zu müssen. Das eignet sich vor allem dann sehr gut, wenn man eine Homebase hat, zu der man regelmäßig zurückkehrt.

5. Für Unterhaltung sorgen

Auf Reisen kann es einem schnell langweilig werden, wenn der Flieger nur 2 Filme bietet und einem übel wird, wenn man anfängt, ein Buch oder etwas auf dem Handy zu lesen. Oft isst man dann einfach etwas zum Zeitvertreib, obwohl man überhaupt keinen Hunger verspürt. Besser ist es also, sich möglichst anderweitig zu beschäftigen, um keine unnötigen Snacks zu sich zu nehmen. Reisetabletten oder Ingwer helfen bspw. gegen Übelkeit, doch aufpassen sollte man bei (Reise-)Kaugummis. Durch das Kauen stellt sich der Körper darauf ein, bald etwas im Magen zu haben. Da aber nichts unten ankommt, reagiert dieser mit Hunger.

6. Ausgerüstet sein

Wenn man seine eigenen Tupperdosen, einen Stabmixer und eine kleine Camping-Kochausrüstung dabeihat, kann der gesunden Ernährung auf Reisen nichts mehr im Weg stehen!